Gabel undicht, was tun?

So, habe heute Abend die Dichtung getauscht.. hier mal ein paar Infos dazu:

I – Ersatzteile und Hinweise
Passt bei allem bitte auf, dass ihr auf GAR KEINEN FALL Kratzer in das Tauchrohr macht, dies kann zu Undichtigkeiten führen.
Das Ersatzteilset bekommt ihr z.b. hier:
2008er Modell – Einzelteile bestellbar – http://www.leebmann24.de/bmw-ersatz…55254&vin=&hg=31&btnr=31_0749&grafikid=148806
2013er Modell – Position 9 kaufen – http://www.leebmann24.de/bmw-ersatz…55257&vin=&hg=31&btnr=31_1020&grafikid=307684

Ich werde hier auf das 2013er Modell eingegehen. Im Dichtungssatz sind alle Teile für BEIDE Gabeln enthalten. Daher der Preis. Ich habe alle Teile getauscht.

II – Aufbau der Dichtung
Die Dichtung ist bei montierter Gabel von oben nach unten wie folgt aufgebaut:

1 – Gleitmanschette (sitzt auf dem Tauchrohr)
2 – Lagerbuchse (sitzt normalerweise im Standrohr)
3 – Distanzscheibe (verhindert, dass die Öldichtung auf der Lagerbuchse zerdrückt wird)
4 – Öldichtung (sitzt im Standrohr und hällt das Öl in der Gabel)
5 – Sperrring (sitzt in einer Nut im Standrohr und verhindert, dass die Öldichtung aus dem Standrohr rutscht)
6 – Staubschutz (sitzt im Standrohr und ist als einziger Teil von Außen zu sehen)
6a – Feder (sitzt normalerweise auf dem Staubschutz und soll das Eindringen von Dreck verhindern)

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III – Ursache des Lecks
Die Ursache war nicht, dass ich die beiden Rohre zu weit auseinander gezogen und dabei die Dichtung beschädigt habe. Soweit ich das beurteilen kann, ist das bei der Gabel des 2013er Modells gar nicht möglich. Die Löcher im Tauchrohr (zwischen 1 und 2) kommen gar nicht bis an die Dichtung (4).
Das Problem ist, dass sich sich bei mir zwischen Öldichtung (4) und Staubschutz (6) Wasser gesammelt hat und dazu geführt hat, dass der Sperrring (5) total verrostet ist. Die Rost-Flocken haben sich dann in der Öldichtung (4) abgesetzt und zu einer Undichtigkeit geführt. Das neu eingefüllte (weiße) Gabelöl war nach ca. 800km grau-braun. (bäähhh)

IV – Was muss ich tun?
Im Grunde genommen nur dieser Anleitung auf ADV Rider folgen -> http://www.advrider.com/forums/showthread.php?p=19206615

IVa – Anmerkungen zur Anleitungen
– Der Sperrring sieht in der Anleitung anders aus, scheint ein altes Modell zu sein. Ist im Grunde aber egal.
– Der Dämpfer muss NICHT ausgebaut werden, einfach nur die Feder ausbauen.
– Nehmt euch Zeit und pumpt die Gabel und den Dämpfer anständig leer, Ihr müsst eine lange Zeit mit der Gabel kopfüber arbeiten. So erspart ihr euch eine riesige Sauerei.
– Um den Staubschutz zu entfernen habe ich vorsichtig ein Messer zwischen Standrohr und Staubschutz gedrückt und das Gummi dann vorsichtig aus dem Standrohr gehebelt. Die Dichtung wandert danach eh in den Müll.
– Den Sperrring mit einem kleinen Schraubenzieher oder einem Messer aus der Nut hebeln.
– Danach beide Rohre mehrmals kräftig auseinander ziehen, irgendwann löst sich die Lagerbuchse aus dem Standrohr.
– Alle Teile entfernen.
– In der Anleitung ist eine spezielle Kappe zu sehen, diese braucht man nicht. Man kann einfach einen Latexhandschuh oder ein Kondom über die scharfen Kanten im oberen Teil des Tauchrohres schieben. Den Rand am Ende des Handschuhs oder Kondoms einfach abschneiden und alles gut mit Gabelöl einschmieren. Auch die neuen Teile alle kräftig einölen.
– Die neuen Teile in der richtigen Reihenfolge (6-5-4-3-2) auf das Tauchrohr schieben. Die Manschette (1) dann ohne Handschuh/Kondom aufschieben.
– Beim Aufschieben der Manschette (1) darauf achten, diese NICHT ZU WEIT auseinander zu biegen.
– Jetzt kommt der lustige Teil. Die Beiden Rohre wieder zusammenstecken und kopfüber (Achsaufnahme nach oben) auf einen Lappen o.ä. stellen.
– Alle Teile außer der Lagerbuchse (2) nach oben schieben und hier am besten mit einem großen Kabelbinder vorm runterrutschen hindern.
– Die Lagerbuchse mit viel Öl und sanftem Klopfen mit einem langen Schraubenzieher o.ä. in das Standrohr schlagen, bis der Ton nicht mehr dumpf klingt und hier Buchse komplett im Rohr ist. Hier ist eine zweite Person hilfreich, die das Tauchrohr oben hält.
– Danach die Distanzscheibe und die Öldichtung nach unten lassen und die Dichtung vorsichtig in das Standrohr drücken. Am Ende muss die Nut für den Sperrring sichtbar sein.
– Den Sperrring in die Nut drücken. (*klick*)
– Die Staubdichtung in das Standrohr drücken. Viel Öl hilft viel.
– Gabel entsprechend der Anleitung mit Öl befüllen. Den Dämpfer so lange hoch und runter bewegen, bis er nicht mehr gluckert und schwergängig ist.
– Gabel fertig zusammen bauen und in Moped bauen.

Wie immer… Bei Fragen, fragen!
MFG teddy

Garmin BaseCamp mit eigenen OSM-Karten | Vorbereitung (Teil 0)

Hallo!

In dieser HowTo-Reihe soll es also um Garmin BaseCamp und die Verwendung eigener Karten gehen. Wo fängt man also mit diesem Thema an? Am besten bei Null.

Was ist Garmin BaseCamp?

Bei Garmin BaseCamp handelt es sich nicht, wie oft behauptet, einfach nur um ein Tourenplanprogramm. Das kann man auch mit Google Maps machen (vermutlich sogar besser). Bei BaseCamp handelt es sich um ein Suite (glaub so hat man das in den 90ern genannt) für alles rund um das Erstellen, Planen, Verwalten, Aufbereiten und Bereitstellen von Karten und Touren*. Hinzu kommt das Verwalten von Garmin GPS Geräten und vieles mehr.
*mit „Touren“ meine ich alles was irgendwie eine Richtung vorgibt, dazu später mehr

Vorteile

Der große Vorteil von BaseCamp ist, dass man alle Funktionalitäten in einem Programm zusammen gefasst hat. Anders als bei der Planung mit Tyre, Google Maps o.ä. muss man nichts hin und her exportieren und umrechnen. Sinn macht das ganze aber eigentlich nur, wenn man auch ein Garmin Gerät hat. Es ist zwar eine Verwendung ohne ein Garmin GPS möglich, da die Touren sich auch als GPX-Datei exportieren lassen, so nutzt man aber nur einen Bruchteil der eigentlichen Vorteile von BaseCamp.

Nachteile

Es ist recht komplex und erfordert Einarbeitung. Außerdem ist es in der Bedienung manchmal recht fummelig. Die Verwendung von Onlinekarten à la Google Maps ist nicht möglich. Man MUSS Karten downloaden (oder kaufen) und installieren.

Woher bekomme ich BaseCamp und wie installiere ich es auf meinem Amiga 500?

BaseCamp kann man kostenlos von der Garmin Webseite für Windows und Mac herunterladen. Dazu einfach >HIER< klicken. Ich werde mich in diesem und allen anderen HowTos auf die Windows-Welt beschränken, da ich keinen Mac habe. Der Großteil der Schritte ist aber recht identisch und kann im Zweifelsfall durch DENKEN gelöst werden. 😉

Installation

Die Installation von BaseCamp gestaltet sich sehr einfach. Man startet einfach die heruntergeladene Datei (in diesem Fall BaseCamp_446.exe). Solltet ihr eine Abfrage erhalten, ob das Programm wirklich ausgeführt werden soll, so klickt auf „Ja“.

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Ihr werdet mit einer typischen Willkommensmeldung genervt …

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… klickt auf „Weiter“ um die Lizenz zu prüfen (macht ja jeder, nicht wahr) …

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… und klickt dann erneut auf „Weiter“ um der Installation zuzusehen.

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Nachdem diese durchgeführt ist, könnt ihr noch den Harken bei „BaseCamp jetzt starten“ setzen und beendet den Installer.

Der erste Start

Nun ist BaseCamp installiert und ihr solltet die Weltkarte sehen.

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Unsere erste Amtshandlung ist das Einstellen der Symbolleisten. Ich weiß leider nicht 100%ig, was die Standardauswahl ist, aber wählt einfach das gleiche aus wie ich hier.

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Nachdem dieser Schritt getan ist, wollt ihr sicher loslegen. Es gibt nur ein Problem. Wir haben keine Karte. Also… wir haben eine Weltkarte, aber wenn ihr in diese reinzoom (Mausrad oder „+“ und „-“ Tasten), gibt es nicht viel zu sehen. Hier einmal das Beispiel „München“. Mehr Details, als hier zu sehen, hat die Karte nicht.

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Grund hierfür ist, dass BaseCamp nur mit einer „Globalen Karte“ ausgeliefert wird. Den Rest sollt ihr euch ja kaufen. Diese Karte ist aber völlig nutzlos.

Die „Globale Karte“ bitte NIEMALS löschen. Dies kann dazu führen, dass BaseCamp nicht mehr richtig funktioniert.

Man hätte nun die Möglichkeit für viel Geld Karten von Garmin zu erstehen. Wen die Neugier packt, was es bei Garmin im Shop so gibt, und was der Spaß kostet, der kann ja mal schmökern. Bitte nichts kaufen. Unsere Karten, die wir im Laufe dieses HowTo verwenden, sind alle samt KOSTENLOS!

Unter dem Menüpunkt „Karten“ habe ich schon welche installiert, lasst euch davon bitte nicht verwirren.

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Woher bekomme ich die erste Karte?

Es gibt viele Möglichkeiten Karten für BaseCamp zu erhalten. Man kann, wie oben schon angesprochen, Karten von Garmin kaufen. Es gibt auch die Möglichkeit selber Karten zu erstellen (kommen wir VIEL später zu) oder eine Karte von einem Garmin Gerät zu verwenden (auch später).

Wir werden uns jetzt allerdings eine Karte von der Webseite >freizeitkarte-osm.de< herunterladen. Die Webseite von freizeitkarte-osm verwendet Kartenmaterial von >OpenStreetMap< und verpackt diese zusammen mit einem eigenen Design in ein Paket, das wir in BaseCamp benutzen können. Wer mag, kann sich auf der Seite mal ein wenig umsehen.

Hier aber nun der Link zur >Deutschlandkarte<. Bitte achtet beim Download darauf, dass ihr das richtige Format verwendet. Es gibt zwei verschiedene Downloads für BaseCamp. Bitte wählt entsprechend den richtigen für Windows oder MacOS.

Der Download ist mit aktuell ca. 1,4 GB nicht  der kleinste, also habt ihr entweder Zeit euch einen Kaffee zu holen, oder mal wieder das Flusensieb im Trockner zu reinigen. Weiter geht’s, wenn die Datei herunter geladen ist.

In der heruntergeladenen ZIP-Datei befindet sich die entsprechende Installationsdatei. Also entweder die ZIP entpacken oder die EXE in der ZIP starten, das Entpacken passiert dann automatisch im Hintergrund.

Solltet ihr BaseCamp zu diesem Zeitpunkt offen haben, beendet es bitte.

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Für den Fall, dass beim Starten der Installation eine Anfrage kommt, klickt auf „Ja“.

Sollte eine Karte mit gleichem Namen bereits installiert sein, so muss die alte vorher entfernt werden. Das System bemerkt automatisch ob dies nötig ist. Hier einfach „Weiter-Weiter-Fertig“ klicken.

Ihr werdet danach mit einem Standardinstallationsdialog begrüßt. Je nachdem zu welchem Zeitpunkt ihr die Installation bzw. den Download vorher durchgeführt habt, wird die Version der Ausgabe eine andere sein. In diesem Fall ist die Version 15.01, also Januar 2015. Klickt danach auf „Weiter“ und akzeptiert die Lizenz.

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Bitte beachtet bei der Installation den Pfad, unter dem die Karte abgespeichert wird. Dieser MUSS NICHT auf Laufwerk C: sein, sondern kann auch auf einer anderen Festplatte liegen. Dies kann wichtig werden, wenn euer Laufwerk C: nur sehr klein ist (weil Ihr z.B. eine SSD habt). Ich installiere meine Karten in einem Ordner auf Laufwerk G:, da habe ich genug Platz.

Solltet ihr allerdings eine sehr große SSD haben, so könnt ihr die Karte auch absichtlich darauf installieren. Diese wird dann sehr schnell im Kartenaufbau sein. Entscheidet also selber.

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Ein kleiner Hinweis: Wenn ihr euch unsicher seid, installiert die Karte erstmal im Standardordner, den das Setup vorschlägt. Ihr könnt die Karte später immer noch entfernen und in einem anderen Ordner neu installieren. Ihr müsst auch keine Angst haben, dass euch dabei Daten verloren gehen. Eine Karte ist in BaseCamp genau das, eine Karte. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn ihr eine Karte löscht, so ist nur die Karte weg. Geplante Touren, Wegpunkte u.ä. bleiben weiter vorhanden.

Wenn ihr wisst, wo eure Karte liegen soll, klickt auf „Installieren“. Die Karte wird installiert (ach nee). Am Ende klickt auf „Fertig stellen“.

An dieser Stelle könnt Ihr BaseCamp wieder starten. Im Menüpunkt „Karten“ solltet ihr nun die „Freizeitkarte_DEU“ sehen. Klickt diese bitte an.

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Sofern euer aktueller Kartenausschnitt einen Teil Deutschlands zeigt, werdet feststellen, dass die Darstellung der Karte sich ändert.

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Jetzt habt ihr eine Karte Installiert. 😀 Oben in der Symbolleiste sollte ein kleines Menü sein, in dem „Normal“, „Niedrig“, „Höher“ oder so etwas steht. Hier könnt Ihr den Detailgrad festlegen, mit dem die Karte in BaseCamp angezeigt wird. Je detaillierter, desto länger braucht der Aufbau (wichtig auf sehr langsamen Systemen) und desto überladener ist die Karte. Meist sind „Hoch“ oder „Höher“ eine gute Wahl.

Das war Teil 1 des BaseCamp HowTo. Weiter geht es in Teil 2 (kommt noch).

Bild

Wintersport

Es wintert sehr hier zu Lande. Ist aber kein Grund nicht Moped zu fahren, oder? 🙂